- Ein Trauma ist immer höchst subjektiv
- Wir reden von einer Traumatisierung, wenn es heute noch Stress macht
- Einschränkende Glaubenssätze und limitierendes Verhalten
- Jedes Verhalten hat seinen Grund
1. Ein Trauma ist immer höchst subjektiv
Es gibt kein Ereignis, auf das alle Menschen mit Stress reagieren. Es gibt Menschen, welche mehr vulnerabel sind als andere. Oder der eine ist resilienter als der andere. Es gibt Menschen, die erleben für uns wirklich schreckliche Dinge. Ihr inneres System findet dennoch einen Umgang damit, da sie anders geprägt sind und oder andere Ressourcen haben. Flüchtlinge aus Kriegsländern reagieren z. B. nicht unbedingt mit einem Trauma auf gewaltsamen Tod, wie wir hier in westlichen sicheren Ländern. Gehe also niemals davon aus, dass ein Ereignis traumatisch sein könnte, nur weil du es als schlimm empfindest. Frag dein Gegenüber!
2. Wir reden von einer Traumatisierung, wenn es heute noch Stress macht
Eine Frage in der Traumatherapie lautet: “Wenn du heute an das Ereignis von damals denkst, wie viel Stress macht es dir heute auf einer Skala von 0 - 10?”. Mit Stress ist Unbehagen, aber auch überflutende Emotionen gemeint. Es kann durchaus sein, dass eine Situation als sehr belastend erlebt wurde, aber heute alles fein ist. Dann hat das innere System eventuell einen Umgang damit gefunden.3. Einschränkende Glaubenssätze und limitierendes Verhalten
..haben ihren Ursprung meistens in traumatischen Erlebnissen aus unserer Kindheit. Alle Kinder sind noch besonders vulnerabel - alleine schon weil sie noch angewiesen sind auf die Erfüllung ihrer Bedürfnisse durch die Erwachsenen. Und wirklich jeder hat etwas in der Kindheit erlebt, was ihm nicht gut getan hat. Da unser psychisches System uns jedoch schützen möchte, entwickelt es Sicherheitsverhalten. Ein Kind, welches vom Hund gebissen wird, meidet demnächst Hunde. Ein Kind, welches von seinen Eltern besonders viel Anerkennung und Liebe bekommt, wenn es “funktioniert” wird einen Glaubenssatz von “Ich muss funktionieren, um geliebt zu werden” etablieren.
