Wie hilft dir eine Traumapädagogik Fortbildung?
Traumapädagogik ist in allererster Linie die menschliche Begegnung zwischen einem Kind oder Jugendlichen mit traumatischen Erfahrungen und den betreuenden Pädagog:innen. Die Methoden und Ressourcen der Traumapädagogik unterstützen an dieser Stelle die Pädagog:innen dabei, sich den Kindern und Jugendlichen besonders intensiv zuzuwenden und diese gezielt zu unterstützen. Eine Fortbildung oder Weiterbildung im Bereich Traumapädagogik ist sinnvoll für alle Menschen, die in ihrer Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen zusammenkommen und diesen kompetent und sicher mit ihren Belastungen helfen möchten.Was möchte die Traumapädagogik erreichen?
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Traumapädagogik hilft, eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern oder Jugendlichen aufzubauen.[/caption]
Ein wichtiges Ziel der Traumapädagogik ist es, den Kindern und Jugendlichen neue, positive Erfahrungen zu ermöglichen und sie auf inspirierende, innovative Art dabei zu unterstützen, ein gutes Leben zu verwirklichen.
Dabei ist es die Aufgabe der Pädagog:innen, über die Zeit hinweg eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern oder Jugendlichen aufzubauen. Diese sollen erfahren: Du bist wertvoll und gut. Ich verstehe, woher dein Verhalten kommt, du hast einen guten Grund dafür. Ich arbeite gemeinsam mit dir an Möglichkeiten, dein Leben nach deinen Wünschen zu gestalten und helfe dir dabei, in deinem Alltag Oasen der Freude zu schaffen.
Durch all dies werden die Kinder und Jugendlichen dazu ermutigt, sich selbst und ihre eigenen Emotionen besser zu verstehen. Indem sie ihre Stärken erkennen, wird ihr Selbstbewusstsein gefördert und ihr Entwicklungspotential gesteigert. Sie lernen zu verstehen, woher ihr Verhalten kommt und wie sie mit großen Gefühlen umgehen können. So können sie emotionalen Stress abbauen und ihr Leben aus eigenen Kräften besser gestalten.
Hier kannst du dich über Ziele, Methoden und Techniken der Traumapädagogik informieren.
Warum ist Traumapädagogik heute eine wichtige Kompetenz?
Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass traumatische Erfahrungen in unserer Gesellschaft weit verbreitet sind. So gibt es beispielsweise in jeder Gruppe oder Klasse zwei bis drei traumatisierte Kinder! Dies beeinflusst natürlich die Gruppendynamik, führt gegebenenfalls zu immer wiederkehrenden Eskalationen und belastet die Pädagog:innen in ihrer Arbeit. Dabei benötigen traumatisierte Kinder und Jugendliche eine Betreuung, in der ihre Kontaktpersonen möglichst genau hinsehen und sich darüber im Klaren sind, wie sie ihr eigenes, traumasensibles Wissen für ihre pädagogische Arbeit nutzen können. Gleichzeitig gibt es seitens der Fachkräfte immer noch erhebliche Ängste und Bedenken in Bezug auf traumapädagogische Arbeit. Da fallen Sätze wie: „Das kann ich nicht“, „Wie soll ich da überhaupt helfen?“ oder „Was macht das dann mit mir und meiner Psyche?“ Für Menschen, denen es schlecht geht, bedeutet dies wiederum: Sie werden bei ihrer Suche oft abgewiesen, entmutigt oder in manchen Fällen sogar beschuldigt. Sie fühlen sich in diesen Situationen nicht gut aufgehoben und bis sie die notwendige Unterstützung erhalten können mehrere Jahre vergehen. Hinzu kommt, dass es für die Kinder und Jugendlichen gravierende Folgen hat, wenn ihre Traumata nicht erkannt und behandelt werden: Inzwischen ist es durch verschiedene Studien belegt, dass eine frühe Traumatisierung für die Betroffenen Folgen bis ins Erwachsenenalter hat.Für wen lohnt sich eine Fortbildung in Traumapädagogik?
Eine Fortbildung oder Weiterbildung in der Traumapädagogik lohnt sich also für alle Menschen, die in ihrer Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen zusammenkommen. Dies geschieht unter anderem in KiTas, Schulen, Wohngruppen oder Kinderheimen. [caption id="attachment_30939" align="alignnone" width="753"]
Eine Fortbildung in Traumapädagogik lohnt sich für alle Menschen, die in ihrer Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen zusammenkommen.[/caption]
Auch Vereinen und Organisationen, die geflüchtete Menschen aufnehmen und sie bei der Ankunft in Deutschland unterstützen, profitieren von traumapädagogischem Wissen. Sie lernen, wie sie kompetent mit einer traumatisierten, geflüchteten Person umgehen und helfen können, ohne dieselbe Sprache zu sprechen. Für weitere Informationen zu diesem Thema schau gerne in unseren Blogpost, Trauma durch Krieg.
Die Pädagoginnen und Pädagogen eignen sich so das nötige Wissen und Selbstvertrauen im Umgang mit traumatisierten Menschen an und bauen eventuell vorhandene, eigene Berührungsängste ab. Diese Kompetenzen helfen ihnen dabei, sich auf traumatisierte Kinder und Jugendliche einzulassen und diesen entweder die für sie passende Unterstützung zu vermitteln oder sogar diese selbst anzubieten.
Fortbildung „Traumapädagogik/ Traumazentrierter Fachberater“ bei der FreyMuT-Academy
Die Grundausbildung unserer Fortbildung „Traumapädagogik/Traumazentrierter Fachberater“ besteht aus 7 aufeinander aufbauenden Modulen mit folgendem Schwerpunkt:- Einführung in die Psychotraumatologie
- Grundlagen der Stabilisierung und Affektregulierung
- Methoden und Übungen zur Stabilisierung und Affektregulierung
- Versorgung bei Akuttraumatisierung
- Traumatherapeutische Behandlungsverfahren
- Selbstfürsorge und Burnout Prophylaxe
- Supervision und Opferschutz
- Grundlagen & Vertiefung: Traumaberatung und traumazentrierte Fachberatung
- Grundlagen & Vertiefung: Traumapädagogik
